Schön dass Sie sich für diese tolle Hunderasse interessieren.
Der centralasiatische Owtscharka ist kein Hund für jedermann, obwohl es von der problemlosen Haltung zu erwarten wäre.
Es soll auch davor gewarnt werden mit dieser Hunderasse schutzdienstmäßig zu arbeiten,
der Owtscharka entscheidet selbst was er tut oder eben nicht. Das heißt aber nicht daß eine Erziehung nicht möglich ist. Die Ausbildung muss aber sehr konsequent und gradlinig erfolgen.
Ihre Rudelführerrolle darf nie in Frage gestellt werden, aber Gewalt ist total fehl am Platz!
Konsequenz - keine Brutalität!
Wenn ich unseren Hund rufe kommt er, nur kann es sein dass er erst noch eine kleine "Runde dreht". Es ist eben ein Owtscharka.
Wenn ich so eine "Arbeitsmoral" als Besitzer nicht verkraften kann, muss ich mir einen "diensteifrigen" Hund holen. Der Owtscharka ist aber in seiner Familie einfach nur ein Schmusebär. Er liebt sein Rudel über alles, beschützt bedingungslos.
Etwas problematisch ist allerdings, wenn er eine Situation als "bedenklich" einstuft.
Der "Chef" muss den Hund "lesen" können, er warnt nicht durch bellen und knurren.
Auch denkt der Zentralasiate selbständig wie alle Hüte- und Herdenschutzhunderassen, was bei seinen ursprünglichen Aufgaben Bewachen und Beschützen "seiner Herde" unerlässlich war. Der extreme, noch sehr ursprüngliche Instinkt (vor drei, vier Generationen liefen viele noch in Kirgisien und Usbekistan in der Steppe) unterscheidet ihn vom "normalen Hund".
Auch ist die Haltung von mehreren Hunden im Rudel etwas problematisch, denn es entscheidet die Sympathie der zusammenlebenden Hunde.

Bei den Owtscharkas gibt es mehrere Schläge, je nach Verbreitungsgebiet:

- der eher leichte Typ - mehr Steppenhund
- der mittlere Typ bis 50 kg
- den schweren molosserartigen Typ, wie er in den VDH Richtlinien gefordert ist.

Je leichter der Hundetyp ist, desto mehr Bewegung fordert er für sich. Der schwere Typ, der unser Familienmitglied ist, legt keinen übermäßigen Wert auf sportliche Betätigung.
In ruhigem gmütlichem Tempo spazieren, im Hof liegen und mit den grasenden Pferden und Lamas auf der Koppel mitwandern reicht ihm aus.

Zum Schluss:

Einen Satz den man oft von Neu-Besitzern hört "Ich habe nicht gewusst, was ich mir da ins Haus hole."
Bitte informieren Sie sich bei Freunden dieser Rasse, es wäre sehr schade wenn es aus irgendeinem Grund mit Ihrem "Freund" nicht funktioniert.

Wenn Sie Fragen haben oder Informationen brauchen scheuen Sie sich bitte nicht
Kontakt mit uns aufzunehmen.